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Slowenien 2014

Sommer 2014 - Slowenien - Kärnten - Großglockner

Soca - Der smaragdfarbene Fluss

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In einer atemberaubenden Naturkulisse schillert der smaragdgrüne Wildfluss wie flüssiger Edelstein. Die Soca, im Italienischen auch Isonzo genannt, liegt im äußersten Nordwesten Sloweniens. Bezeichnend für die bis zu 2860m hohen Berge der Julischen Alpen ist das wildzerklüftete weiße Karstgestein. Im Laufe der Jahrtausenden sind in dem weichen Gestein riesige unterirdische Höhlen und im Verlauf des Flusses viele kleine Klammen entstanden.

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Über den Wurzenpass und Wrschetzpass ins Socatal

Nach all den imposanten Pässen in den Westalpen erscheint der kleine Wurzenpass nicht gerade als eine Herausforderung. Er erreicht eine Höhe von 1071 m. Seine maximale Steigung beträgt 18%. Die Passtraße ist lediglich etwa 9 km lang. Da der Fernverkehr meist aber den 1991 gebauten Karawankentunnel verwendet, hatten wir den Wurzenpass fast für uns alleine. Nach längeren Bauarbeiten 2010 ist die Straße wirklich gut ausgebaut und in tadellosem Zustand. Die langgezogenen weiten Kurven laden daher zu einer etwas zügigeren Fahrweise ein und so war er wohl die abwechslungsreiche Passage über die Karawanken nach Slowenien und ins Sočatal, dem Ziel unserer Tagesetappe.

Um den schönsten Teil dieser Etappe, das Sočatal zu erreichen, bogen wir bei Podkoren links nach Kranjska Gora ab, wo wir den Werschetzpass ins Sočatal folgten.

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Der Wrschetzpass

Um es kurz zu machen: Die folgenden 65 km von Kranjska Gora nach Gobarit durch das Sočatal sind wirklich eine Reise wert. Insbesondere die erste Hälfte der Strecke bis Bovec bietet immer wieder abwechslungsreiche Strecken mit wundervollen Aussichten und kleinen Serpentinen. Höhepunkt ist wohl der Werschetzpass (auch Vršič oder Passo della Moistrocca), einer der Hochpunkte in den Julischen Alpen. Zunächst gut asphaltiert, beginnt die B206 sich bald zum Werschetzpass hinaufzuschlängeln. Der Asphalt wird schlechter und ist teilweise ausgesetzt, was aber den Spaß mit Reisenduros der Oberklasse keinen Abbruch tut — im Gegenteil. Die Serpentinen, die gleichzeitig immer wieder schöne Blicke auf die Julischen Alpen freigeben, sind zum Teil gepflastert. Der wunderschöne Mischwald gibt seine Blätter und Nadeln dazu. Wir hatten Glück, das Wetter war ausgezeichnet.

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Tourvideo

Die Mangartstraße

Die Mangartstraße ist die höchste befestigte Straße in Slowenien, ihr höchster Punkt nahe der Lahnscharte ist zugleich auch der höchste legal anfahrbare Punkt in den Julischen Alpen. Der Aufstieg beginnt am Abzweig von der Predilpassstraße. Nachdem die Straße über zwei Kehren eine Talstufe überwunden hat, führt sie zunächst entlang der Mangartskla bis zur Mangartalm. Danach beginnt der interessanteste Teil der Strecke, der sich durch eine schon fast abenteuerlich zu nennende Trassierung auszeichnet. Dazu gehöhrt nicht nur die sehr verschlungene Streckenführung, sondern auch die fünf schmalen und finsteren Tunnel, in denen hin und wieder schon auch mal ein Brocken von der Decke fallen kann, und von denen zwei sogar übereinander liegen und sich dabei kreuzen. Besonderen „Spass“ hatten wir bei der Auffahrt, da der Nebel gerade mal eine Sicht von rund 5 bis10 Metern versprach. Fehlende Randbebaung an den Steilhängen machen dann erst richtig Laune, besonders wenn noch Gegenverkehr mit im Spiel ist. Leider konnten wir die Auffahrt nicht bis zum Ende genießen, da Teilbereiche der Straßen immer noch gesperrt waren. Bizarr ist die Auffahrt bei Nebel und Regen jedoch allemal.

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Das Logartal

Das sieben Kilometer lange Logartal gehört zu einem der schönsten Plätze in Slowenien. Das durchschnittlich 250 m breite und 7 km lange Tal ist umgeben von über 2000 m hohen Gipfeln, wie der Krofiška, Ojstrica, Lučka Baba, Planjava der Brana. Schon allein die atemberaubende Kulisse ist die Fahrt wert. Die alten Bauernhöfe, die diese Kulturlandschaft über Jahrhunderte geformt haben, verleihen dem Tal einen ganz eigenen Charakter. Durch die sorgfältige Bewirtschaftung ist die Ursprünglichkeit des Tales erhalten geblieben, das mit zahlreichen Naturdenkmälern lockt: So wachsen hier etwa die mächtigsten und schönsten Lärchen, Eiben, Linden und Ulmen Sloweniens.

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Rinka-Wasserfall

Hier findet man auch einen der höchsten frei fallenden Wasserfälle Sloweniens, den Rinka-Wasserfall. Die Savinja, die am Fuß der Steiner Alpen entspringt, fällt in einem 80 m hohen Bogen in eine, einem Amphitheater ähnelnde Mulde unter dem Berg Okrešelj. Bald danach versickert der Fluss in den Kiesablagerungen und kommt erst im unteren Teil des Tales wieder zum Vorschein.

Wer mit dem Motorrad durch Sloweinien fährt, wird auch unschwer merken, das die Gastfreundschaft und das Essen von besonders guter Quallität ist. Gut und günstig!

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Kärnten und weitere Highlights

Da wir unser Quartier für die Tourenwoche in Kärnten am Keutschachter See, umgeben von Wörthersee und Faakersee, bezogen hatten, mussten wir natürlich auch die österreichichen Touren-Highlights unter die Räder nehmen.

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Motorradhimmel Nockalmstraße

Es gibt nicht viele Straßen, die auf 34 Kilometern Distanz nicht durch eine einzige Siedlung führen. Bei der in Kärnten gelegenen Nockalmstraße ist das der Fall: Zwischen den beiden Kassenstellen - im Süden einige Kilometer außerhalb der Ortschaft Ebene Reichenau, im Norden direkt am Ortsrand von Innerkrems - gibt es nichts außer Kurven und Natur. Und einige hübsche Einkehrmöglichkeiten in urigen Häusern und Hütten, in denen echte Kärntner Kost auf den Tisch kommt.

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Der Grund für das "Nichts" entlang dieser Strecke trägt seit 1987 den Namen "Nationalpark Nockberge". Rund um diese Nockberge, merkwürdig rundgeschliffene Erhebungen mit einer maximalen Höhe von rund 2.400 Metern, erstreckt sich der größte Lärchen- und Zirbenbestand der Ostalpen.

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Doch die Nocky Mountains mit ihren eigenartigen Namen wie Koflernock, Mallnock oder Plattnock besitzen nicht nur ein einzigartiges Aussehen, sondern stellen zugleich eine geologische Rarität dar: Sie weisen Quelltrichterkare und Karste auf. Ein etwa drei Kilometer breites Kalk-Einsprengsel sticht, von der Eisentalalm und der Eisentalhöhe aus gut sichtbar, als karstige Blöße ins Auge. In diesem Karst versickert Wasser tief in die Gesteinsschichten, wird dort aufgeheizt und kommt im nahen Bad Kleinkirchheim als 38 Grad warmes Thermalwasser wieder an die Oberfläche. Doch auch für die Fauna ist der Nationalpark-Status dieser Landschaft wichtig: Im Nationalpark leben 69 Arten von Vögeln, von denen 13 auf der "roten Liste" der vom Aussterben bedrohten Arten verzeichnet sind. Sie haben hier einen ungefährdeten Lebensraum gefunden.

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Malta Hochalmstraße

Die Malta Hochalmstraße führt von der Gemeinde Malta in Kärnten zur Kölnbreinsperre. Es handelt sich um eine 18 km lange Mautstraße, die von Anfang Mai bis Ende Oktober jeweils von 7 bis 18 Uhr befahrbar ist. Sie führt durch sechs Natursteintunnel, die in den Fels gehauen sind, einige Kehren und vorbei an vielen Wasserfällen im "Tal der stürzenden Wasser". Es geht auf eine Höhe von 1902 Metern bis zur Talsperre in den Hohen Tauern.

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Die Straße wurde ursprünglich als Baustraße für die Kölnbreintalsperre gebaut und später als touristische Attraktion für den normalen Verkehr freigegeben. Am Ende der Straße befindet sich auch das Bergrestaurant Hotel Malta mit einer Ausstellung zum Staumauer-Bau und eine Mineralien-Ausstellung. An einer Steigungsstrecke mit Haarnadelkurven ist die Straße nur einspurig befahrbar. Die Regelung erfolgt durch eine Ampelanlage. Die Wartezeit ist auf einer Anzeigetafel ablesbar und kann bis zu 20 Minuten dauern.

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Kurvenkönig Großglockner

Hohen Tauern - „Dort oben ist das Gebiet, in dem die Dämonen hausen...“ Alte Chroniken warnen eindringlich davor, in die unwirtlichen Gegenden um Österreichs höchsten Berg, den Großglockner vorzudringen. Dass das Gebiet tatsächlich lebensgefährlich war und heute noch sein kann, davon berichten nicht nur Landschaftsbezeichnungen, wie Elendboden oder Beindlkar, sondern auch die Schlagzeilen unserer Tage. Steinschlag, Lawinen, plötzliche Wintereinbrüche mitten im Hochsommer, all das sind Naturgegebenheiten, mit denen die Menschen im größten Nationalpark Mitteleuropas umzugehen haben. Als Lohn bekommt der Motorradfahrer einen Aufenthalt in einer einzigartigen Hochgebirgslandschaft geschenkt.

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Kaiser-Franz-Josephs-Höhe

Seine Majestät Kaiser Franz Joseph wanderte 1856 zu jener Stelle, die seither „Kaiser-Franz-Josefs-Höhe“ heißt. Hier angekommen stehen Sie in einer Höhe von 2.369 m direkt vor Österreichs höchstem Berg, dem Großglockner (3.798 m), mit Blick auf den längsten Gletscher der Ostalpen, die Pasterze. Beinahe handzahme Murmeltiere tummeln sich in unmittelbarer Nähe und im Besucherzentrum wird die Geschichte rund um den Großglockner wieder lebendig. Und ein gesicherter Steig führt den Besucher direkt hinunter zum Gletscher.

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Edelweißspitze

Nahe des „Fuscher Törls“ führt eine historische Stichstraße hinauf zur Edelweißspitze, dem mit 2.571 m höchsten Punkt der Großglockner Hochalpenstraße. Am „Bikers Point" für die Motorradfahrer bietet sich ein atemberaubender Rundumblick auf die Hohen Tauern, ja ein wahrlich einzigartiges Hochgebirgspanorama mit dem wohl schönsten Fotostandort der gesamten Panoramastraße.

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Liane und Carsten Kintscher - Markus Weichsel, Regio-Touren-Treff.
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