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Pyrenäen 2012

Sommer 2012 - Spanien - Frankreich - Andorra Pyrenäen Tour

regio-touren-treff Pyrenäen-Tour 2012
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Im weiteren Verlauf der kleinen engen Straße … naja, Weg ist eigentlich treffender … stellte sich raus, es ist eine Sackgasse! Sie endete vor einer Staumauer, der Stausee war zwar schön anzusehen, aber mangels Schatten verweilten wir nicht lange dort, knappe 30°C ohne Fahrtwind sind nur in Badehose angenehm! Also im weiten Bogen um die Staumauer herum gefahren, in das Tal vor der Staumauer: Yabba war mit seiner Gruppe schon vor uns dort, wir sahen sie bereits auf dem Weg zum Fuße der Staumauer. Schnell den Kopf ins Wasser des abfliesenden Stausees gehalten, und wunderbar erfrischt ebenfalls den von Yabba gewählten "Rastplatz" angefahren.

Als wir dazu stießen, grasten bereits wieder die echten Rösser das frische Grün um die Stahlrösser ab. Also parkten wir die Maschinen zwischen den Pferden, einfach so. Wirklich idyllisch, O-Ton Yabba: "Hier fehlt mir nur meine Shisha und ich würd' die ganze Nacht rauchend hier sitzen und das genießen" Dem war nichts hinzuzufügen!

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Auf dem Heimweg haben wir noch ne Weile im Stau gestanden, 5 km vor unserem Hotel! Die letzte Bergabpassage war wegen einer Baustelle zu, nix ging mehr. Deswegen musste das Feierabendbier noch ne Weile länger für uns im kalten Kühlschrank ausharren, aber beschwert hat es sich deswegen nicht!

Mittwoch, 27.06.2012 Torla & Canyon de Anisco

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Schon am frühen Morgen zeigten die Außentemperaturanzeigen der GS`en 32°C an. Weia, das versprach heftig zu werden!

Zum Glück führte uns die heutige Route in eine tiefe Schlucht, in die wenig Sonnenschein drang. Dadurch war es relativ erträglich. In der Schlucht war es eng, ein kleiner Bach kam uns entgegen. Auf der eines Seite zum greifen nahe die gigantischen Felswände, auf der anderen Seite des Motorrades plätscherte 10m tiefer das Wasser. Es gab soviel zu gucken, das wir fast jeden Kilometer eine Pause machten. Weswegen auch schnell unsere andere Gruppe zu uns aufgeschlossen ist. Also verstopften wir mal eben mit 12 Bikes den engen Canyon, was aber weiter niemanden gestört hat. Die wenigen Autofahrer sind immer irgendwie vorbei gekommen, haben meist noch nett gegrüßt und bei den anderen Bikern brauchten wir uns eh keine Gedanken zu machen. Das eine Pärchen auf der französischen K1600GTL haben wir genauso oft überholt wie die uns …

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Ich hab keine Ahnung mehr, wie lang die Strecke war, irgendwie zu kurz, meinetwegen hätte das noch Tage so weitergehen können.

Aber zunächst spuckte uns die Schlucht wieder in den auf knappe 40°C vorgeheizten Backofen namens Pyrenäen aus. Es folgte eine gut 40 km lange Verbindungsetappe über eine Hochebene. Kein Baum, kein Strauch, nur Hitze pur, das Ganze auf ca. 1500 Höhenmetern. Unglaublich anstrengend das Ganze, am liebsten hätte ich meine Brille gegen die Sonnenbrille getauscht, die ansonsten sehr gute Sonnenblende meines Schuberth S1 kam gegen das gleißende Licht nicht an.

Wir erreichten das Valle de Vio, die nächste Schlucht. Vom Charakter her genauso zu fahren wie die vorherige Schlucht, enge Straßen, tolle Aussicht, angenehme Temperaturen. Leider konnten wir den Pass nicht überqueren, der obere Teil begann als Schotterstrecke und wurde nach 200 Höhenmetern gesperrt. Also spontan die Tour geändert, ein paar Kilometer zurück und dann einen Seitenausgang aus dem Tal raus gefahren. Pause machten wir in einem kleinen Dorf, ziemlich weit oben. Die guten Plätze (die im Schatten eines riesigen Baumes lagen) waren schon von den Dorfbewohnern belagert, uns blieb "nur" der notdürftige Schatten eines (oder waren es drei?) Sonnenschirmes. Besser alst wie nix. Die Getränke eisgekühlt, als Snack gute Oliven in Salzlake eingelegt, so wurden sowohl der Feuchtigkeits-, als auch der Mineralverlust wieder ausgeglichen.

Wir befanden uns bereits aufm Rückweg und wegen der Hitze wurde noch eine Tankstelle mit unserer Anwesenheit beehrt, irgendwer (Keine Ahnung wer genau, ich glaube Maex, danke noch mal) spendierte noch‘n Eis für jeden und dann auf direktem Wege zurück zum Hotel. Wir erreichten es relativ früh, Bull und ich verabredeten uns noch für ne kleine Offroadpassage am frühen Abend. Erst musste ich kalt duschen und nen Nickerchen machen, die Hitze des Tages hatte mich fertisch gemacht.

CrazyHorse hatte sich uns noch angeschlossen, und so ging es zu dritt in die geschotterten Wege. Da die beiden fröhlich voran stürmten, ließ ich mich deutlich zurückfallen. Die Staubfahne der beiden war schon ordentlich… *hust*

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Ein Auge war nur frei um die Landschaft zu genießen, das andere suchte die Schlaglöcher und wegen dem Staub in der Luft hat es ordentlich zu tun gehabt. Nach ein paar Kilometern warteten die beiden auf mich und mir fiel auf, das sich bei der Duke das Nummernschild durchvibriert hatte. Es hatte bereits am Montag einen Riss bekommen und war notdürftig mit breitem Tesa geflickt worden. Hat auch gehalten, bis hierhin … irgendwo hier in den Bergen … lag jetzt die untere Hälfte des Schildes, die obere war noch ordnungsgemäß verschraubt.

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Wir sind zwar noch mal zurück gefahren um es zu suchen, haben es aber natürlich nicht gefunden. Frustriert ist CrazyHorse zurückgefahren und er hat sich schon im Hotel neben Bubu am Pool sitzen sehen.

Am nächsten Morgen dann der Oberhammer:

CrazyHorse war direkt zum ortsansässigen KTM Händler gefahren, denen das Problem deutlich gemacht und frei nach dem Motto "ungewöhnliche Probleme brauchen ungewöhnliche Lösungen" haben die KTM-Leute mal eben ein spanisches Schild mit den Daten seiner deutschen Zulassung prägen lassen. Als i-Tüpfelchen haben sie anschließend noch das blaue Feld seines original deutschen Schildes ausgeschnitten und über das spanische blaue Feld geschraubt. Sah gut aus und er wurde auch nicht von der Polizei angehalten, was bestimmt der Fall gewesen wäre, wenn er nur mit der oberen Hälfte seines Schildes auf den Straßen unterwegs gewesen wäre.

Den Abend nach der Offroadstrecke sind wir mit 2 Transits ins Nachbardorf gefahren. Bubu hatte in seiner Tagesfreizeit ein Restaurant für uns reserviert.

Die Kellnerin war ein Highlight: Da die Karte "nur" auf spanisch die Speisen anbot, erklärte sie sich kurzerhand bereit, sie komplett auf englisch zu übersetzten. Hat sie auch gut gemacht, mit viel Humor auf unsere Fragen und Zwischenrufe reagiert, aber ihre Mühe war umsonst. Wir beschlossen, für jeden einen Salat und eine Auswahl aus Schaf und Rind mit Kartoffeln zu bestellen, und vorneweg das obligatorische Brot mit Öl! Genial!

Es war das beste Essen des Urlaubes, aber auch die Rechnung war die beste: Über € 400,- Gesamtsumme. Alleine die Salate standen mit € 12,- / Person drauf …

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Aber egal, es war richtig gut und gutgelaunt fuhren wir ins Hotel zurück, wo wir noch rechtzeitig eintrafen, um zu sehen, wie Spanien ins Finale der Euro 2012 einzog!

Nach einigen Feierabendbieren ging es dann in die Heia!

Donnerstag, 28.06.2012 Nordpark Frankreich

Der Tag begann mit einer Überraschung: Ja auch dem geflickten Nummernschild vom CrazyHorse. OK, ich drück mich präziser aus:

Der Tag begann mit einer weiteren Überraschung: Unser TG Maex hatte sich mal eine andere Perspektive geben wollen und sich vor unser RL und hinter meine Cheffin und mir gesetzt.

Greyhound hatte den Part des TG übernommen und seine Sache auch richtig gut gemacht!

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Während wir so auf unserer Tour rollten, sehe ich eine Honda Varadero samt Fahrer am Kiosk stehen, Trinkwasser bunkern. Deutsches Kennzeichen der Honda BGL, war mir aufgefallen, weil ich das Geographisch nicht zuordnen konnte. Hab später erfahren das es Bergtesgardener Land ist. Ein paar Kilometer weiter steht ne blauweiße F800GS - ebenfalls BGL aufm Kennzeichen - im Schatten unterm Baum. Der Fahrer, ebenfalls mit hochrotem Kopf, schien durstig zu sein, der Herr …

Im Vorbeifahren hab ich ihm zugerufen, das sein Kumpel im letzten Dorf am Kiosk steht und sich legga Wasser einverleibt.

Nix weiter dabei gedacht, ca. 3 km weiter ein Dorf mit nettem Straßencafe. Während die Jungs einparken, meine Cheffin schon ihre Soziabank verlassen hat, kommt die Varadero ebenfalls ins Dorf gefahren, fährt allerdings durch, eindeutig auf der Suche nach seinem Kumpel. Ich fahr dem hinterher, rufe ihm zu, dass sein Kumpel an einer Kreuzung gestanden hat um auf ihn zu warten, er aber mittlerweile auch aufm Weg zurück zum Kiosk sein könnte. Der Hondafahrer bricht auf, seinen Kumpel zu suchen. Ich hab grade geparkt, den Helm abgezogen, kommt die BMW aus ner völlig anderen Richtung ins Dorf gefahren. Habs auch noch geschafft den Fahrer anzuhalten, ihm geraten das Mopped gut sichtbar an der einzigen Kreuzung im Dorf abzustellen und sich im Cafe ebenfalls an einen Tisch zu setzten und zu warten, bis der Kumpel von ihm wieder da ist. Hadder auch gemacht und ne halbe Stunde später waren die beiden wieder glücklich vereint. Ich fand es irgendwie amüsant, wir sind mit 8 Mopeds unterwegs und das auch nicht wirklich arg langsam und bleiben zusammen, während die beiden es alleine schaffen, sich aus den Augen zu verlieren…

Wir fuhren hinauf zum Col de la Core, genossen wieder mal die Aussicht. Zurück unten im Tal ein weiteres touristisches Schmankerl! Der Fluß neben der Straße lag etwa einen oder zwei Meter tiefer - Mauer oder Leitplanken? Fehlanzeige - freie Sicht für alle! Bloß nicht von der Straße abkommen, das BLUBB will keiner hören!

Als nächstes stand der Col des Agnes auf dem Programm. Im gewohnt flüssigen Wedeln ging es hinauf, sofort wieder runter, um sofort wieder einen Pass hinaufzufahren. Ich war auf der Passhöhe sofort weitergefahren, während die anderen die Aussicht genossen. Wir wollten eine schöne Fotokurve finden, um die Gruppe mal wieder von vorne abzulichten. Deswegen waren wir die letzten am Pausenplatz, der nur wenige Kurven hinter der Fotokurve lag. Es gab dort ein Restaurant, viel Aussicht, einige Sitzplätze im Schatten, viele Sitzplätze in der Sonne und die Bikes meiner Gruppe. Ich hatte die Möglichkeit, mein Moped entweder weit abseits der anderen Mopeten abzustellen, oder es genau in der einzigen Pfütze zu parken. Ist ja wohl klar, das ich die Pfütze genommen habe, oder?

Meine Cheffin war wenig begeistert, "wenn jetzt Handschuhe oder Fotoausrüstung runterfallen, sind sie nass", so ihr Kommentar. Wo sie recht hat, hat sie recht, schließlich versank der Seitenständer meiner Kuh gute 7cm im Wasser und weder das Vorder-, noch das Hinterrad waren im Trockenen … Nach einer guten Stunde Pause, die wir mit gutem Essen, kalten Getränken und viel Gelächter ganz gut hinter uns gebracht hatten, gingen wir wieder zu den Bikes. Die Miene meiner Cheffin verdunkelte sich sofort wieder. "Du fährst aber erst raus, bevor ich aufsteige!"

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Ja Cheffin! Dein Wunsch ist mir Befehl! Also raus aus dem Pool, über die Fläche wo die anderen Sitzplätze, die in der Sonne waren, gefahren, um zu wenden. Es gab keine andere Möglichkeit. Ich musste echt wieder so raus fahren, wie ich rein gefahren war. Das empörte Gesicht meiner Cheffin war Gold wert, als ich wieder in der Pfütze hielt um sie aufsteigen zu lassen!!!!

Weiter ging es über kleine Wege in genauso kleine Dörfer. Wir erreichten den Col de Portel, wo wir eine Weile Pause machten. Die Aussicht wäre bestimmt sehr geil gewesen, aber leider war die Fernsicht nicht mehr so gut wie die letzten Tage. Feuchtigkeit zog in die Berge, was das Fahren angenehmer machte, aber eben die Aussicht auch diesiger.

Auf der Bergabpassage hatten wir wieder einen kleinen Abstecher über eine nicht asphaltierte Strecke, was uns aber kaum noch kümmerte. Eine gewisse Routine war ja mittlerweile vorhanden …

Wir kamen wieder durch das Dorf, in dem am Morgen das Drama mit den beiden anderen Motorradfahrern seinen Lauf nahm. Die Tropfentanker besuchten noch mal kurz die örtliche Tanke, während die Adventurefahrer sich gemütlich im Schatten lümmelten. Mit Eis am Stiel natürlich …

Auf dem Heimweg hatten wir dann unsere einzig wirklich schlechte Strecke: Jeder von uns hat in diversen Kurven Probleme mit rutschigem Belag gehabt. Anfangs war ich der Meinung, das mein Enduroreifen diese Probleme machen würde, aber nein, egal ob die anderen GS auf Straßenreifen oder die Japanbikes, alle hatten wir das Problem.

Aber mit angepasstem Tempo kamen wir ohne Zwischenfälle zum Hotel. Kurz duschen und dann zum Abendessen. Heute Abend war der erste und einzige Tag, an dem nicht alle gemeinsam ein Restaurant besuchten, sondern wir uns auf 2 Läden aufteilten. Hoffentlich lag es nicht daran, das Deutschland 4:0 von den Italienern im Halbfinale geschlagen wurde …

Freitag, 29.06.2012 Andorra

Um nach Andorra zu gelangen, mussten wir wieder den einen Pass hinauf, an dem uns bei der ersten Auffahrt oben die Wildpferde empfangen haben. Obwohl wir das Ausscheiden der deutschen Nationalelf am Vorabend nicht wirklich gefeiert haben, hatten die Pferde heute Morgen die Gestalt von Kühen angenommen. Äußerst mysteriös das Ganze…

Kurz vor Andorra: Ich sehe voll besetze Grenzübergänge. Also nicht nur die Straßen voll, nein, auch Grenzbeamte die die Ausweise von Grenzgängern kontrollieren. Sowas hab ich schon ziemlich lange nicht mehr gesehen. Die Frage an meine Cheffin, ob sie ihr Portemonnaie dabei habe, beantwortet sie mit "Nein"!

Na hoffentlich sind die Kontrollen so laxx wie die erste Polizeikontrolle vom Sonntag, sonst muss meine Cheffin draußen bleiben. Sie hat Glück, wir werden durchgewunken. Wir passieren die Grenze, sind sofort in einer anderen Welt. Tankstellen ohne Ende, günstig wie bei uns vor 15 Jahren, exclusive Autohäuser, daneben nobel aussehende Shopping Malls auf engstem Raum.

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Wir brauchen zum Glück nicht lange, um unseren Paß in die Berge zu finden. Wunderbarer Asphalt, kein Schlagloch, kein Rollsplit, einfach nur surfen ist angesagt. Maex folgt dem Hinweisschild zu einem Hotel. Der Parkplatz liegt 5m oberhalb des Swimmingspools, für die Badegäste sind wir bestimmt wie vom anderen Stern in unseren schwarzen Mopedklamotten. Wir finden ein schattiges Plätzchen, genießen heiße und kalte Getränke bevor meine Cheffin feststellt, das ihr Lieblingsobjektiv den Geist aufgibt. Spontan entscheiden wir uns, im Steuerparadies einen Fotoausrüster zu finden, und wir hofften, ein wirkliches Schnäppchen zu machen.

Der Bull begleitet uns, auch bei ihm hat ein Teil des Fotoequipments Schäden davon getragen. Wir finden mehrere Läden, sind aber von den Preisen enttäuscht. 200,- € Aufpreis zu den bekannten Preisen zuhause sind deutlich zu teuer für die Urlaubskasse und wir suchen den Vereinbarten Treffpunkt mit dem Rest unserer Gruppe auf, die in den Bergen um Andorra noch weitere Kurvenstrecken abgeritten haben.

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Gemeinsam schlängeln wir uns via weitläufigen Kurven den letzten Pass in Andorra hinauf. Oben stürmt es ordentlich, die eine oder andere Sturmhaube hat ihren Namen alle Ehre gemacht und ist davon gestürmt.

Ein paar Kurven weiter - das riesige blaue Europaschild mit dem Namen "Andorra" zeigt uns das vermeintlich letzte Highlight des Urlaubes an, den Schmugglerpfad. Neben dem Schild steht ein Fahrzeug der Guardia Civil, Maex unterhält sich kurz mit den Polizisten, erklärt die Situation und fragt, ob wir den Weg fahren dürfen. Nein kein Problem, nachdem 2 oder 3 von uns den Personalausweis gezückt hatten, konnten wir machen, was wir wollten.

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Dass ich mich nicht wirklich nach vorne gedrängelt habe bei der Ausweiskontrolle brauch ich nicht besonders erwähnen, oder? Mein Bike ohne Reifenfreigabe, meine Cheffin ohne Perso(nenfreigabe)!!!

Fast schon wehmütig nehmen wir unter dem Schild Aufstellung für ein Gruppenfoto ohne Bikes ein. Da wir in Andorra vergeblich versucht hatten, einen Aufkleber für die Koffer zu bekommen, bekam jeder noch ein Einzelbild von sich und seiner Maschine vor diesem Schild, um sich daraus (s)einen individuellen Aufkleber zu machen.

Dessen Foto bei meiner Cheffin im Kasten ist, dessen Bike verschwindet samt Fahrer auch anschließend recht zügig im Schmugglerpfad. Ja, richtig, während meine Cheffin die ganzen Pic gemacht hat, hab ich mit Grisu wieder das Topcase getauscht und meine Zugstufe wieder weicher gedreht.

So waren wir wieder die letzten, die an die Bergabpassage gingen. Da die Strecke auch von PKW´s genutzt wurde, waren deutliche Spuren von Autoreifen in den nach Regenfällen weichen Schlamm gezogen worden. Jetzt nach der Dauerhitze während unseres Aufenthaltes, waren die Spurrinnen natürlich wieder ausgehärtet, was den Jogurthbechern unsere Gruppe Aufgrund der geringen Federwege ein wenig mehr Probleme machte, wie den meisten von uns auf ihren Reiseenduros.

Aber meine Sorgen waren unbegründet, zwar langsam, aber sicher manövrierten Ralec und Christian ihre Bikes durch die groben Unebenheiten der Piste. Aussicht gab es satt, auch durften wir wieder eine wilde Pferdeherde beobachten. Ein super Feeling!

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Faszinierend zu beobachten, wie schnell der Bull mit seiner KTM Adventure auf diesem Terrain umgehen konnte. Die Gruppe hatte in einer Serpentine die Aussicht genossen, während wir vorbei gefahren waren, um eine Fotokurve zu finden. Anschließend konnten wir von oben zusehen, wie schnell sich eine Lücke zwischen ihm und den überholten Bikes auftat.

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Für die anstehende Wasserdurchfahrt warteten Maex und Greyhound auf uns, meine Cheffin wollte lieber zu Fuß durch den Bach waten, das erschien ihr sicherer als bei mir hinten darauf. Ok, wenn ich schon mal Solo unterwegs bin, dann kann ich ja auch noch mal wenden und mit Schwung durch den Bach. Bissi Spaß muss sein …

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Anschließend fuhren wir mit drei Bikes den Pfad weiter, ich sah von hinten, das Greyhound mitten auf der Kuppe einer Kurve stehen blieb. Maex, der nur wenige Meter hinter Greyhound fuhr, schlug noch einen Bogen auf die Grasnarbe, bevor er dort weiterfuhr. Ich hielt an, um mir das Schauspiel aus der Distanz anzusehen, was da kommen würde:

Ein Reisemobil kämpfte sich den Berg hinauf. Wobei "Expeditionsfahrzeug" das Vehikel besser beschreibt. Hohe Räder, hoher Aufbau, viel Federwege, das Teil hätte einen erschlagen können, ohne das es umgefallen wäre.

Egal, kurze Zeit später hatten wir wieder festen Boden unter den Gummis und folgten den Bach noch, bis wir zu den anderen stießen und uns dort ein wenig erfrischten.

Da es noch relativ früh und der Koffeinpegel deutlich zu niedrig war, wurde noch auf einen Cafe con Leche angehalten. Für die restlichen Kilometer zum Hotel gab Grisu seine RL-Position an RedNose ab, um vorne den bereits bekannten Pass mal ein wenig schneller unter die Räder zu nehmen. Wir anderen fuhren unser normales Tempo weiter und so hatte jeder zum Ende des Urlaubes ein entspanntes, leicht wehmütiges Grinsen im Gesicht.

Samstag, 30.06.2012 Abreise

Morgens vorm Frühstück wurden die Bikes verladen, sodass noch Zeit blieb, nach dem Verladen zu duschen und die Zimmer zeitig zu räumen. Wir verabschiedeten uns von Yabba und Nicole, die die Rückreise auf eigener Mopete quer durch Südfrankreich abreiten wollten. Sie hatten noch so Highlights wie den Grand Canyon du Verdun, Georges de Dalouis oder den Galibier auf dem Zettel stehen.

Nach einem letzten gemeinsamen Tankstop auf spanischer Seite verloren sich die 4 Fahrzeuge auf der Autobahn. Aber zum verabredeten Stop an dem Grenzübergang Lichtenbusch trafen sich alle wieder, die letzten Kleinigkeiten wurden aus dem Transportfahrzeug in die diversen Transits umgeladen und dort trennten sich dann die Wege erstmal.

Die einzelnen Besatzungen fuhren nach Hause, luden die Bikes ab, um am nächsten Morgen die Transits wieder in Leverkusen abgeben zu können.

So waren wir dann Beispielsweise Sonntagmorgen gegen 2:00 Uhr wieder zuhause. Müde, aber glücklich und zufrieden.

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Liane und Carsten Kintscher - Der Bull - Markus Weichsel, Regio-Touren-Treff.
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