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Mallorca 2011

08.04.-12.04.2011 - Spanien-Mallorcatour / Tramuntana Gebirge

Tag 3

Palma, Port de Andratx, und Valdemossa.

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Die Kathedrale von Palma stand als erstes Etappenziel auf dem Tagesplan, also ab über die gut ausgebauten Landstraßen und teils über AB in Richtung Hauptstadt.

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Die Kathedrale ist 109,50 Meter lang und 33 Meter breit, das Hauptschiff misst 75,50 Meter in der Länge und 19,50 Meter in der Breite. Die beiden Seitenschiffe sind je 86 Meter lang und 10 Meter breit. Die 14 Pfeiler, auf denen das Gewölbe ruht, sind 30 Meter hoch, das Hauptschiff erreicht 44 Meter Höhe und die beiden Seitenschiffe je 30 Meter. Das Presbyterium mit dem Chor, auch Königskapelle genannt, hat eine Größe von 34 mal 16 Metern. Trotz fehlender "richtiger" Türme gehört die Kathedrale zu den wichtigsten Bauwerken gotischer Stilrichtung. Das 1370 gebaute und 1599 verglaste Rundfenster hat einen Durchmesser von (wahrscheinlich) 12,55 Metern und wird aufgrund der Fensterfläche von 97,5 m² häufig als "größte gotische Rosette der Welt" bezeichnet. Neben ihrer Größe fällt sie auch durch ihre Lage (Apsis) und die Form der Streben aus dem Rahmen. Vom Durchmesser her wird sie allerdings von der Portalrosette des Straßburger Münsters (mit über 15 m) und wohl auch von den 1250 bzw. 1260 erbauten Rosetten an der Nord- und Südfront der Notre-Dame in Paris (jeweils 12,90 m) übertroffen. In der Kathedrale von Palma befinden sich fünf weitere Rosetten.

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Nach einer kleinen Pause auf dem Vorplatz der Kathedrale, die mit den Bikes gut zu befahren ist, rollte der Konvoi weiter in die Villenregion "Camp de Mar". Von hier aus führte unser Weg über herrlich kleine Nebenstrecken, die einen Kurvenspaß der Extraklasse boten. Achtung, auch hier kennt der Pedalenbiker sich gut aus und kämpft mit dem Messer zwischen den Zähnen um jeden cm² Asphalt, den er nicht mit uns teilen möchte. Über die Ma-10 führte uns der Weg weiter in Richtung Cala Estellence. Hier befindet sich nach einigen Kilometern auf der Meeresseite der Ma-10 ein Restaurant "Es Grau" mit einer spektakulären Terrassenaussicht. Steil abfallend und direkt hinab auf das Meer. Traumhafte Kulisse!!

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Nach einer ausgiebigen Mittagspause mit geschätzten 35 Knoblauchzehen in Brotaufstrichform, fasste uns die Ma-10 wieder in ihren Kurvenzauber. Hier lohnt es sich, auch die kleinen Wege, die zum Meer hinab den Weg leiten, unter die Räder zu nehmen. Vereinzelt sind hier kleine Straßen, die steil den Hang herab, direkt zu kleinen Buchten und Stränden führen. Man kann mit den Bikes bis fast an das Wasser heran fahren.

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Valldemossa.....

Einer Überlieferung nach soll sich der Name des Ortes von einem arabischen wãlï namens Musa herleiten, der hier einst ein Landgut besessen haben soll. Gesichert ist, dass die Könige Mallorcas den Ort wegen des im Sommer angenehmen Klimas schätzten. König Jaume II. ließ hier einen Palast errichten, der von seinem Sohn und Nachfolger Sancho I. weiter ausgebaut wurde, weil dieser sich hier Linderung von seinem Asthma erhoffte. Bekannt wurde das Bergdorf Valldemossa jedoch dadurch, dass der polnische Komponist Frédéric Chopin den Winter 1838/39 dort mit der französischen Schriftstellerin George Sand verlebte. Diese schrieb später über diesen Winter mit Chopin das Buch Ein Winter auf Mallorca, in welchem sie die Landschaft sehr malerisch beschreibt. In dieser Zeit lebten sie in einem ehemaligen Kartäuserkloster, der Kartause von Valldemossa von 1399. Ihren Aufenthalt mussten sie bereits nach zwei Monaten wieder abbrechen, weil Chopins Krankheit (Tuberkulose) sich verschlechterte. Trotz dieses kurzen Aufenthaltes der beiden Berühmtheiten besuchen heute jährlich weit mehr als 100.000 Touristen das Dorf, nicht zuletzt um die Räumlichkeiten zu besichtigen, in denen Chopin und Sand gelebt haben. Das ehemalige Kloster ist für Besucher umgebaut: Es werden typische mallorquinische Gegenstände und "Chopin-Reliquien" ausgestellt.

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Auch hier mussten wir an heutigem Nachmittag ein "Aus" einer BMW beklagen. Plattfuss an der Adventure war angesagt. Mopete stehen lassen, umpolen auf Soziamodus und ab in Richtung Hotel. Und mal wieder wurde uns klar, was es heißt, bei www.mallorquin-bikes.de zu mieten. Das Motorrad wurde in Valdemossa ohne Wenn und Aber abgeholt und am nächsten Morgen stand Ersatz zur Verfügung. Klare Servicepunkte für Anke, Johannes und das Team von www.mallorquin-bikes.de.

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Tag 4

Von Cala Millor aus in Richtung Felanitx über die Dörfer, dann die am Tag zuvor ausgefallene Mopete wieder einfangen und ab in Richtung Berg Randa... oder doch noch nicht ???....o.k. dann morgen. Also ab in Richtung Port de Soller über die besten Nebenstrecken. Vorbei an Olivenbäumen, Zitronen- und Orangenfeldern, Wiesen und Finkas. Vorbei an der Stadt Inca und rein in das Gebirge. Die Ma-2130 in Richtung Kloster Lluc, dann in Richtung Sa Calobra und weiter nach Port de Soller.

Port de Sóller liegt 25 Kilometer nördlich des Zentrums von Palma und drei Kilometer nordwestlich von Sóller an der Badia de Sóller ("Bucht von Sóller"), einer natürlichen Hafenbucht an der Nordwestküste Mallorcas zwischen dem Cap Gros und der kleinen Halbinsel Racó de Santa Caterina mit den Landspitzen Punta de sa Creu und es Bufador. Außer von der Seeseite erreicht man den Ort aus Südosten kommend auf der Landstraße MA-1134 von Sóller oder über die Nebenstraße MA-2124 von der Siedlung l'Horta. Die MA-1134 verläuft teilweise durch den am 24. Februar 2007 eröffneten Túnel de sa Mola. Der 1329 Meter lange Tunnel, der bis an die Ortsgrenze von Port de Sóller reicht, wurde für etwa 21,5 Millionen Euro unter dem 156,83 Meter hohen Berg Puig de sa Mola zur Entlastung der alten Straße angelegt, die den Verkehr am Ufer der Badia de Sóller direkt durch den Ort führte.

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Wie es sich für den ambitionierten Zweiradfahrer gehört, meiden wir natürlich die Fahrt durch den Tunnel und nehmen den Weg mit Anfahrt über herrlichen Nebenstrecken direkt über die serpentinenlastige Passstraße - Coll de Soller. Vor Port de Soller rechts ab, nach einigen Metern links über die Bahnschwellen und dann rauf zum Leuchtturm. Ein toller Blick auf Port de Soller erwartete uns am Restaurant "Es Faro" am Cap Gros direkt am Fuße des Leuchtturmes. Grandiose Aussicht!!

Weiter in Richtung Deia.

In Deià haben sich seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts zahlreiche Künstler (Maler, Schriftsteller, Musiker und Filmschauspieler) wie Peter Ustinov, Ava Gardner, Pablo Picasso, Robert von Ranke-Graves, Ulrich Leman, William Waldren, Santiago Rusiñol, Daevid Allen, Andrew Lloyd Webber, Mati Klarwein, Kevin Ayers, Pierce Brosnan und Anaïs Nin) niedergelassen und dem Ort den Beinamen "Künstlerdorf Mallorcas" eingebracht. Hier lebten auch Persönlichkeiten wie Ramon Llull, der österreichische Erzherzog Ludwig Salvator von Habsburg-Lothringen. Spätestens mit dem Erwerb der Finca S'Estaca in der Nähe des Landgutes Son Marroig bei Deià durch den amerikanischen Filmschauspieler Michael Douglas wurde der Ort auch ein begehrtes Touristenziel. Seit Ende der achtziger Jahre war Deià Schauplatz der ZDF-Serie Hotel Paradies.

Leider mussten wir feststellen, dass trotz Hunger und Anfahrt von hervorragenden Hotels in absoluter Spitzenlage, Ruhetage in Restaurants den Vorzug haben. Ebenso stellten wir fest, dass Regen am Tag zuvor, gepaart mit einer Mischung aus frischen, auf dem Asphalt ruhenden Blütenblättern, keinen guten Grip für die Reifen zu bieten hat. Da bleibt der Vollkontakt mit dem Helm am Strassenbelag nicht aus. Nix passiert, wofür hat man mehr an, als die Pedalenfraktion. Rückzug über Valldemossa, noch mal zum Leuchtturm in Port de Soller und dann ab zum Kloster Lluc, denn da ist heute Nachmittag freie Bahn nach Tourialarm.

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Das Santuari de Lluc befindet sich 34 Kilometer nordöstlich von Palma (48 Straßen-Kilometer) auf 525 Metern Höhe über dem Meeresspiegel in einem Talkessel des Tramuntana-Gebirges in der Gemeinde Escorca. Es ist von über 1000 Meter hohen Bergen umgeben, so dem südwestlich von Lluc gelegenen Puig de Massanella (1364,9 Meter), dem Puig Tomir (1103,6 Meter) im Nordosten und dem Puig Roig (1003,1 Meter) im Nordwesten.Die Gebäude des Santuari stehen an einem Sturzbach, dem Torrent de Lluc oder auch Torrent d'Albarca. Er entspringt unweit des Heiligtums am 771 Meter hohen Puig Ferrer östlich von Lluc. Westlich des Santuari vereinigt sich der Bachlauf mit dem Torrent des Gorg Blau zum Torrent de Pareis, der an der Meeresbucht Cala de Sa Calobra ins Mittelmeer mündet. Das Heiligtum von Lluc liegt am Fernwanderweg GR 221, wodurch Teile dieses Weges zum Pilgerpfad aufgewertet werden; das Refugi de Son Amer dient als Wanderunterkunft im Ort.

Im Santuari de Lluc wird die Schutzheilige Mallorcas Mare de Déu de Lluc, die "Gottesmutter von Lluc", in Form einer Schwarzen Madonnenstatue verehrt, die von den Einheimischen sa Morenita, "die Dunkelhäutige", genannt wird. Der heilige Ort zählt pro Jahr fast eine Million Besucher, er ist Ziel zahlreicher Pilger. Seit 1974 ist er Endpunkt des alljährlich am ersten Samstag im August stattfindenden "Marxa des Güell a Lluc a peu", einem gemeinsamen Marsch tausender meist junger Menschen von der Inselhauptstadt Palma nach Lluc.

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Jetzt aber ab ins Hotel. Noch einige Kurvenstrecken und dann ein "Lecker Bierchen" an der Poolpar.

Tag 5

Die meisten hatten Ihre Bikes schon am Vorabend abgegeben, eine kleine Gruppe von uns wollte aber noch den Berg Randa erklimmen und die südliche Region um das "Cap de ses Salinas" durchqueren. Nach dem Frühstück also ran an die Bikes und ab in Richtung Randa. Ja, auch hier findet man phantastische Kurvenstrecken abseits von den großen Zubringerstraßen. In grober Richtung Lucmajor sollte man den Berg Randa immer im Blickfeld behalten, dann links und rechts die kleinen Nebenstrecken einfach anfahren und hinein in den Kurvenspeck. Die Ma-5018 führt dann rauf auf den Puig de Randa

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Der "Puig de Randa" ist ein 542 Meter hoher Berg im Süden der Baleareninsel. Seine markante Form ist weithin sichtbar und wirkt von weitem wie ein Tafelberg. Er erhebt sich zwischen den Orten Algaida und Llucmajor unvermittelt aus der Ebene. Dieser einzelstehende Berg, zu dessen Füßen das zur Gemeinde Algaida gehörende kleine Dorf Randa liegt, erhebt sich steil über der mallorquinischen Tiefebene und ist aus allen Richtungen schon von weitem gut zu erkennen. Vor allem die ballonartige Radarkuppel auf seiner Spitze macht den Puig de Randa unverwechselbar. Der Berg Randa wird nicht nur wegen der Aussicht besucht, sondern auch wegen der drei Klöster Santuari de Nostra Senyora de Gràcia, Ermita de Sant Honorat und Santuari de Nostra Senyora de Cura, die sich in verschiedenen Höhen auf diesem Berg befinden. Er wird auch der "Heilige Berg" Mallorcas genannt. Nach dem Kloster Santuari de Lluc ist dies die zweitwichtigste Wallfahrtsstätte der Insel.

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Der Blick in Richtung Bucht von Palma. Der Berg kann über die fünf Kilometer lange Serpentinenstraße von Randa aus erreicht werden. Vor dem Eingangstor aus dem Jahre 1682 findet sich ein großer Parkplatz. Vom Gipfel ist der Blick über die Insel in Richtung Nordwesten bis zum Tramuntana-Gebirge, im Norden bis zur Bucht von Alcudia, nach Osten über die Calas der Ostküste und in südlicher Richtung von der Bucht von Palma bis zur Mallorca vorgelagerten Insel Cabrera möglich.

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Und weiter in Richtung "Cap de Salinas"

Das Cap de Ses Salines ist der südlichste Punkt der Insel Mallorca. In einem der wichtigsten ökologischen Gebieten der Insel gelegen, ist das Cap einer der beliebtesten Anlaufpunkte von Naturliebhabern und Tierfreuden. Am besten erkundet man das Gebiet während einer Wanderung, dessen Ausgangspunkt der Leuchtturm am Cap de Ses Salines bildet und in Richtung Norden entlang von gischtumspülten Klippen führt. Neben zahlreichen Pflanzenarten, und wunderschönen Panoramen, bietet das Cap und dessen Umgebung traumhafte Aussichten für Vogelliebhaber. Zahlreiche seltene Vogelarten kann man am Cap und in den nahe gelegenen Salinen beobachten. Besonders schön ist es am Cap de Ses Salines aber im Frühling, wenn Zugvögel auf dem Weg von Afrika zu ihren Brutplätzen in Europa hier eine Rast einlegen.

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...und nun der unangenehme Teil der Reise: Bikes abgeben, Hotelzimmer räumen, All-In Bändchen abgeben und rein in den Flieger in Richtung Alltag.

Fazit:

Mallorca ist auf Grund seiner Vielfalt an Sehenswertem, seinen atemberaubenden Aussichten, sowie der hervorragenden Kombination aus Kurven, Meer und Bergen mit einem Höhenprofil von bis zu 1500 Metern das ideale Motorradparadies. Und das besonders außerhalb der Sommermonate. Man kann hervorragende Touren planen und ausführen, ohne sich großartige Gedanken über den Verkehr oder die Kommunikation zu machen, Hotels und Flüge sind in allen Kategorien zu erhalten. Pauschal geht das am besten in den südlichen Hotelregionen. 5 Tage 4-Sternehütte inkl. Flug sind für rund 350 € im Sack. Und mit www.mallorquin-bikes.de hat man einen kompetenten Motorradvermieter inkl. Tipps und Tricks an der Hand.

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Und vor dem Start in die Heimat empfiehlt sich eine echt "Mallorquinische Paella".

Mallorca, wir kommen wieder...

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